Born galt einst als reichstes Seemannsdorf auf dem Darß. Eingebettet in weite Wiesen und geschützt durch den Darßwald, teils am Nordufer des Saaler Bodens, teils am schmalen Koppelstrom gelegen, lebten hier auf fruchtbarsten Böden Kleinbauern, Büdner und Boddenfischer. Borina bedeutet im Slawischen Föhrenwald. Unmittelbar vor Born an der Boddenküste liegen die reizvollen Bülten, kleine Inseln aus Gras und Schilf, die den Saaler Bodden vom Koppelstrom abteilen. Born war immer beliebtes Jagdrevier der Herrschenden. In Born stand das Jagdhaus der pommerschen Herzöge. Dort waren einst Könige aus Schweden und Dänemark zu Gast. Heute kann der interessierte Besucher im 1996 eröffneten Forst- und Jagdmuseum „Ferdinand von Raesfeld“, benannt nach dem berühmten Forstmann, Darßer Forst-und Jagdgeschichte kennenlernen. Der Wald ist geprägt durch Kiefern, Buchen, Eichen, Lärchen und Erlenbruch. Der Ort ist Sitz des Nationalparkamtes. Von hier aus werden Führungen im Nationalpark angeboten, alljährlich von September bis November außerdem Kranichbeobachtungen im größten Rastgebiet Mitteleuropas sowie Führungen und Beobachtung der herbstlichen Rotwildbrunft. Born ist heute ein staatlich anerkannter Erholungsort. Hier in der einzigartigen Boddenlandschaft findet der Gast noch Ruhe und Beschaulichkeit, gepaart mit dem Charme der typischen Darßer Baukunst. Viele Häuser schmücken traditionelle geschnitzte Giebelzierden oder die berühmten Darßer Haustüren mit dem Sonnensymbol. Wanderungen oder Fahrradtouren am Bodden mit seinen stillen Buchten und dem weiten Blick sind zu jeder Jahreszeit erholsam. Man kann auch durch den Wald zum urwüchsigen Weststrand radeln, wo Wald und Meer sich unmittelbar berühren. Dort sind die typischen Windflüchter zu finden. Im ewigen Kampf der Elemente raubt das Meer jeden Winter ein Stück Steilküste. Von Born aus ist es mit Auto oder Bus nicht weit zum schönen Prerower Badestrand, vom Hafen Born aus besteht Fährverkehr ins Hinterland, nach Bodstedt und Barth, ebenso wie Schiffslinien mit Fahrradtransport und die Möglichkeit zu Boddenrundfahrten. Der Hafen ist als Wasserwanderrastplatz ausgebaut. Born bietet gute Möglichkeiten zum Surfen, Angeln und Segeln. Alljährlich am ersten Sonntag im August findet auch hier das traditionelle Tonnenfest, die Reiterwettspiele um das Zerschlagen eines Heringsfasses mit der Krönung des Tonnenkönigs als Sieger, statt. Eine Borner Besonderheit ist das winterliche Fastnachtstonnenabschlagen ebenso wie der Borner Maskenball. Hier sind alte dörfliche Traditionen noch tief verwurzelt. Das Sommertheater, die Kleinkunstbühne auf dem Darß, bietet in der Saison eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen. Ganzjährig gibt es Konzerte in der kleinen Borner Seemannskirche.
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