Wieck war einst wie Born ein wohlhabendes Kleinbauern- und Fischerdorf, allerdings verarmte es nach dem Niedergang der Segelschifffahrt, da der Boden wenig fruchtbar war. In der Blütezeit der Segelschifffahrt um 1864 verfügte Wieck über 18 kleine Seeschiffe, 4 Schaluppen und 6 Schoner. Heute ist es ein malerisches Boddendorf mit den typischen rohrgedeckten Häusern inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft am Rande des Darßwaldes. Wieck bedeutet Bucht, das Dorf liegt geschützt am Bodstedter Bodden, umgeben von weiten Wiesen und Mooren. Die Ostsee ist nur wenige Kilometer entfernt. In Wieck befindet sich in der ehemaligen Schule die Darßer Arche, ein modernes Nationalpark- und Gästezentrum mit über 500 qm Ausstellungsfläche. Hier ist die zentrale Nationalparkausstellung zu besichtigen. Zum ganzjährigen Programm gehören Vorträge, Seminare und Veranstaltungen. Neben wechselnden Sonderausstellungen präsentiert das Künstlerdeck Verkaufsausstellungen von Schmuck, Keramik, Textilem, Bildhauerarbeiten, Malerei und Grafik. In der Arche gibt es Bioprodukte und ein Cafe. Der staatlich anerkannte Erholungsort bietet Radfahrern, Seglern, Surfern, Inline Skaten und Anglern sehr gute Betätigungsmöglichkeiten. In Wieck gab es mehrere Malerateliers. So lebte und arbeitete der Künstler Thuro Balzer hier. Im alten Wiecker Hafen finden in diesem Jahr vom 27. August bis 1. September erstmals Musikveranstaltungen im Rahmen der DarßClassicNights statt. Ein kulturelles Highlight sind die allsommerlichen Darßfestspiele auf der Freilichtbühne in Wieck. Der Seefahrer und Heimatschriftsteller Johann Segebarth wurde 1833 in Wieck geboren. Bekannt ist sein Roman „De Darßer Smuggler“, der für die Darßfestspiele als Theaterstück inszeniert wurde.
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